fFlamenco - Allgemeines, Der Duende, Gattungen, Die Geschichte des Flamenco, Das goldene Zeitalter, Dekadenz und Renaissance referat




Flamenco - Allgemeines, Der Duende, Gattungen, Die Geschichte des Flamenco, Das goldene Zeitalter, Dekadenz und Renaissance referat






Flamenco

 

Allgemeines

Flamenco kommt aus Andalusien und ist in seiner reinsten Ausprägung in dem Viereck zwischen Granada, Málaga, Cádiz und Sevilla zu finden.

Der Flamenco repräsentiert eine Mischung aus andalusischer Folklore und dem Flamenco der Zigeuner.

Die Kunst des Flamencos setzt sich aus drei Komponenten zusammen. Am ältesten und fundamentalsten ist der Gesang, el cante. Ausdrucksmittel für feurige Kraft ist der Tanz, el baile. Die Gitarre, la guitarra, untermalt den Tanz und den Gesang.



So wie das Leben vieler Einheimischer sehr traurig ist, spiegelt sich auch in diesem Tanz etwas Wahrheit wider. Im Mittelpunkt des Tanzes bzw. Gesanges stehen: „Trauer, Leid, Verlorene Liebe, Tod...“. Der Tanz drückt die Auseinandersetzung des Menschen mit der Macht aus, die ihn bedrohen. Emotionen werden unmittelbar in den Tanz umgesetzt, wobei der Fußtanz, sowie die Bewegungen der Arme und Hände stark ins Spiel kommen. 54393jly65uus5f

Der Duende

Duende heißt soviel wie Dämon oder innerer Geist. Wie auch der Flamenco kennt man den Duende vom Zigeuner Glauben her. Er kommt dann zum Vorschein wenn ein Flamenco-Interpret den absoluten Höhepunkt erreicht und die Zuschauer in seinen Bann zieht.

Beteiligte

An der klassischen Flamencoaufführung sind mindestens vier Personen beteilig:
- der Tocaor (Gitarrenspieler);
- der Cantaor (Sänger);
- der/die Bailaor/a (Tänzer/in);
- der Jaleor (welcher in die Hände klatscht und anfeuert. lu393j4565uuus

Begleitet werden die Interpreten vom Cantaor, dessen Stimme oft rau und heiser ist. Beim reinen Flamenco wird oft geschrieen und die Texte werden unverständlich.

Die verschiedenen Cantes bestehen aus Versen, die wiederum aus drei oder mehreren Zeilen bestehen. Der Cante Flamenco entstand vor dem Tanz und der Gitarre und gilt als das älteste Element in dieser Kunst.

Beim Flamenco dominiert der Soloauftritt, oft inmitten einer Gruppe, die mit Händeklatschen und Zurufen daran teilnimmt. Gruppentänze hingegen gibt es im reinen Flamenco selten.

Kleidung

Die Kleidung ist bis auf geringe Variationen festgelegt: Das Flamencokleid, meist aus gepunktetem Stoff, mit Volants und Rüschen besetzt. Die Männer tragen enge dunkle Hosen zusammen mit einem hellen Hemd, eine breite Bauchbinde und evtl. eine Boleroweste. Inzwischen gibt es auch Tänze, die von Frauen in Hosen getanzt werden.

Gattungen

Der Flamenco wird in 38 verschiedene Gattungen unterteilt.

- Toná: Wird als älteste Form des schon als Flamenco bekannten Cante angesehen;
- Siguirya: Cante voller explosiver Kraft, Wut und Trauer;
- Soleá: Königin des Flamenco, majestätisch und von verhaltener Kraft;
- Alegrías: Heitere Cante und Baile;
- Bulerías: Witziger und komischer Ausdruckstanz;
- Tangos: Bildet zusammen mit dem Siguirya, Soleá und dem Toná einen der vier Eckpfeiler des Flamenco;
- Tientos: Entwickelten sich aus den Tangos, sind im Gegensatz zu diesen aber langsam und getragen. Gehört zum Cante grande (oder intermedio).

Die Geschichte des Flamenco

Anfänge des Flamenco

Erste schriftliche Zeugnisse über die Musik der Gitanos stammen aus dem Jahre 1774. Bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Künstler Amateure oder Halbprofis. Sie verdienten sich ihr Geld durch Handlangerarbeiten. Sie reisten herum und tanzten bei reichen Familien für Kost. Die Gastgeber wussten diese Kunst nicht immer zu schätzen, aber Demütigungen waren für die Künstler in Geldnot erträglich.





Das goldene Zeitalter

Ab 1860 gab es eine große Veränderung: In den „Cafes Cantantes“, die es schon seit 1842 gab, setzte sich der Flamenco durch und für die Künstler gab es mehr Existenzmöglichkeiten. Diese Epoche wird oft als „Goldenes Zeitalter“ bezeichnet. In dieser Zeit bekamen die Künstler feste Gagen, einen Arbeitsvertrag und sie waren sich auch eines ständigen Publikums sicher, das ihre Kunst zu würdigen wusste. Jeder Gitano hatte einen eigenen Stil, wobei sie sich untereinander maßen. Wo früher nur der Stock oder das Händeklatschen als Begleitung dienten, wurden hier das Gitarrenspiel und der Tanz weiterentwickelt. Die Gitanos ergriffen jetzt auch die andalusischen Volkslieder und veränderten diese.

Dekadenz und Renaissance

1860 passierte etwas, was dem Flamenco nicht gut tat: Man versuchte den rauen und fremdartigen Canto Gitano für das Publikum zugänglicher zu machen. In den Cafes Cantante passte man sich nun dem Publikum an, dessen Wille eine leichtere musikalische Kost war.

Antonio Chacon lockte das Publikum nun auf die Theaterbühnen: Das verfälschte Bild setzte sich auf den Theaterbühnen durch und das zum Teil bis heute. Man zeigte dem Publikum Folklore, die aus dem Südamerikanischen übernommen wurde oder sentimentale Lieder, die den Namen Cuble Flamenco erhielten. Trotz der negativen Einflüsse ist der Flamenco mit seinen strengen Formen dank der Cafes Cantante einem breiteren Publikum zugänglich gemacht worden.

1922 versuchte ein Kreis von Intellektuellen um Frederico Garcia Lorca und Manuel de Falla den mittlerweile als vulgär und niveaulos veralteten Flamenco als das wieder her zu stellen, was er in ihren Augen war: Als eine würdige Volkskunst mit langer Geschichte. Leider passierte ihnen aber ein Fehler. Da sie davon ausgegangen waren, das der Flamenco eine Domäne Andalusiens ist und man hier den uralten und reinen Flamenco wieder finden würde, engagierten sie vor allem Amateure, die sich aber als überaus mittelmäßig herausstellten.

Trotz der großen Kommerzialisierung gab es noch Künstler die mit Flamenco überleben konnten. Auf der Theaterbühne entwickelte sich der Opera-flamenca, die Sängern zu ungeheurer Popularität verhalf.

Nach der Etablierung der Franco-Diktatur nach dem Bürgerkrieg, hatte die künstlerische Entwicklungsmöglichkeit ihren Tiefpunkt erreicht. Das Oberflächlich-Heitere des kommerziellen Flamencos wurde von der staatlichen Kulturpolitik gefördert und somit der Eindruck von den angeblich fröhlichen Armen erweckt. Zwar durfte der beliebte traurige Fandango noch gesungen werden, aber nur durch oberflächliche Klageworte. Sozialkritische Texte wurden verboten.

1950 wurde dem reinen Flamenco vom Ausland her wieder vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Interessierte und Musikbegeisterte merkten bald, dass hinter Glitzer und Glamour ein echter Flamenco stecken musste, mit viel Geschichte und Tiefe, dessen sich zu suchen lohnte.


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