Diskettenlaufwerke
Ich hatte anfangs
Probleme, dieses Thema abzugrenzen, d. h., ich wußte nicht,
was Inhalt dieser Auarbeitung sein sollte. Später bin ich
zu dem Entschluß gekommen, das ich hier die herkömmlichen
„Floppy Disk Drives" (kurz FDDs) behandeln sollte.
Dazu werde ich die Disketten selbst und die neuen Laufwerkstechnologien
wie ZIP und JAZ kurz anreißen (mehr darüber in der
Ausarbeitung von Wolfgang Fischer).
Diskettenlaufwerke
sind neben dem Bildschirm die ältesten Peripheriegeräte
im PC-Bereich. Sie waren vor den Festplatten die einzige Möglichkeit,
Daten dauerhaft zu speichern und zu trasportieren. Als Speichermedium
dienen Disketten (engl. Foppys). Der Vorgänger der heute
üblichen 3 ½"-Disketten sind die 5 ¼"-Disketten.
Die Daten werden
auf der Diskette in magnetischen Zuständen gepeichert.
Es hängt von der Ausrichtung der magnetischen Teilchen
ab, ob „0" oder „1" gespeichert ist. Es
gibt Süd/Nord- und Nord/Süd-Ausrichtungen. Weiters
hängt es vom Aufzeichnungsverfahren ab, wieviel auf einer
Diskette gespeichert werden kann. Welche Arten es da gibt werde
ich später erläutern.
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Teile des
Gerätes
Welche Qualität
ein Diskettenlaufwerk hat hängt sehr stark von der mechanischen
Verarbeitung des Gerätes ab. Die Elektronik eines Diskettenlaufwerkes
ist unscheinbar klein gegenüber der Mechanik.
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1. Antriebsmotor
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Der Antriebsmotor
wird nur aktiviert, wenn eine Diskette im Laufwerk liegt bzw.
verriegelt ist. Er ist dafür zuständig, die Diskette
in eine konstante Rotation zu versetzen: bei 3 1/2"-FDDs
300 Umdrehungen/min. und bei 5 1/4"-FDDs 360 Umdrehungen/min.
Der Motor braucht zum Anlaufen durchschnittlich 400 Millisekunden.
Um eine konstante
Rotation des Laufwerks nicht zu gefährden, sollten Diskettenlaufwerke
immer nur horizontal oder vertikal in einem rechten Winkel betrieben
werden. Beim Betrieb in einem schrägen Winkel bekommen
die Lager des Laufwerks langfristig mit Sicherheit eine Unwucht.
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2. Schreib-/Lesekopf
Diese sind notwendig,
um Daten auf die Diskette zu schreiben bzw. von der Diskette
zu lesen. Sie befinden sich auf einem Ausleger auf beiden Seiten
des Laufwerkes, da Disketten üblicherweise zweiseitig gelesen
und beschrieben werden können. Bei diesen Köpfen handelt
es sich um kombinierte Köpfe, die gleichzeitig lesen und
schreiben können.
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3. Steppermotor
Die Bewegung und
Positionierung der Köpfe wird mit Hilfe eines zweiten Motors
durchgeführt. Wenn man sich beim Einschalten des PCs über
ein unangenehmes Krächzen zu hören ist, so handelt
es sich hier um die Köpfe, die vom Steppermotor zur Prüfung
der Funktionsfähigkeit in ihre Ausgangsposition gefahren
werden.
Beim Hochfahren
wird normalerweise der PC im ersten Diskettenlaufwerk nachsehen,
ob sich dort eine Diskette befindet. Ist es keine Bootdiskette,
d. h. keine Diskette, die ein Betriebssystem enthält, wird
der PC von der Festplatte gebootet. Im Normalfall wird der PC
allein schon aus Geschwindigkeitsgründen - von der Festplatte
starten. Die Einstellung „Floppy Drive Seek at Boot"
im Advanced CMOS-Setup sollte ausgeschaltet werden, um das Laufwerk
vor nicht unbedingt nötigen Abnutzungserscheinungen, zu
bewahren.
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4. Kontrollelektronik
Die Elektronik
des Laufwerks befindet sich meist auf der Unterseite. Sie ist
dafür verantwortlich, die Signale vom und zum Controller
aufzubereiten bzw. die Informationen, die der Schreib-/Lesekopf
liefert, in eine elektronisch verständliche Codierung umzusetzen.
Kabel
1. Flachbandkabel
Um den Datenaustausch
zwischen dem Laufwerk und dem Rechner zu gewährleisten
benötigt man ein 34-poliges Flachbandkabel, das mit dem
einen Ende am Laufwerk angeschlossen wird und mit dem anderen
Ende am Controller hängt. Ein Controller ist die Einheit
im Rechner, die den Zugang der Peripheriegeräte zum Bus
organisiert.
Es gibt immer wieder
Probleme beim Anstecken des Flachbandkabels ans Laufwerk bzw.
an den Conroller, die dann meist zu Laufwerkslesefehlern führen.
Eine korrekte Verkabelung
der Diskettenlaufwerke ist nicht nur für die Funktionsfähigkeit
der FDDs wichtig, sondern bestimmt auch die Priorität der
Laufwerkskennung!
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2. Stromversorgung
Ein zweiter Anschluß
dient der Stromversorgung des Laufwerks. Modernere Laufwerke
benötigen nur noch +5 V Spannung. Es ist jedoch noch immer
ein Stecker vorhanden, die +12 V Spannung führt. Die Kabeln
für die Stromversorgung kommen vom Netzteil des Rechners.
Man kann die Stromversorgung
weder bei einem 3 1/2"- noch bei einem 5 1/4"-Diskettenlaufwerk
falsch anschließen. Beide Stecker haben Führungen,
die das falsche Aufsetzen des Steckers verhindern.
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FDD-Typ |
3
1/2"-DD |
3
1/2"-HD |
5
1/4"-DD |
5
1/4"-HD |
Baubreite |
101,6
mm |
101,6
mm |
146
mm |
146
mm |
Bauhöhe |
25,4
mm |
25,4
mm |
41
mm |
41
mm |
Bautiefe |
150
mm |
150
mm |
203
mm |
203
|
Diskettenkapazität
unformatiert |
1
MByte |
2
MByte |
1
MByte |
1,67
MByte |
Diskettenkapazität
formatiert |
720
KByte |
720
KByte,
1,44
MByte |
360
KByte |
360
KByte,
1,2
MByte |
Rotation |
300
rpm |
300
rpm |
300
rpm |
360
rpm |
Spurdichte |
135
rpm |
135
rpm |
48
tpi |
96
tpi |
Zylinder
pro Seite |
80
|
80
|
40
|
80
|
Datendurchsatz |
250
KBits/sek |
500
KBits/sek |
250
KBits/sek |
500
KBits/sek |
Positionierungszeit
(Durchschnitt) |
94
ms |
94
ms |
67
ms |
91
ms |
Positionierungszeit
Spur zu Spur |
6
ms |
3
ms |
4
ms |
3
ms |
Zugriffszeit
(Durchschnitt) |
175
ms |
100
ms |
250
ms |
200
ms |
Lebensdauer
(Durchschnitt) |
10.000
h |
12.000
h |
12.000
h |
12.000
h |
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Disketten
Disketten (engl.
Floppy-Disk oder kurz Floppy) sind jene Medien, auf denen die
Daten durch die Diskettenlaufwerke gespeichert werden. In den
Urzeiten der Computer gab es durchaus noch Disketten mit einer
Größe von bis zu 8". Jedoch heute sind eigentlich
nur die älteren 5 ¼" Disketten und deren Nachfolger
die 3 ½" Disketten von Bedeutung. Diese werden auch
heute noch gebraucht.
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1. Allgemein
Unabhängig
von den verschiedenen Formaten, ist die physikalische Beschaffenheit
solch eines Datenträgers immer gleich. Im Inneren der Ummantelung
befindet sich eine Kunststoffscheibe mit einer magnetischen
Beschichtung. Die Innenseiten der Ummatelung ist mit einem Filz
ausgelegt, damit die Magnetscheibe von Druckschäden und
Staubablagerungen beschützt wird.
Diese Schicht wird
beim Formatieren der Diskette für die Speicherung von Daten
vorbereitet. Dabei wird die Oberfläche in logische Sektoren
und Spuren unterteilt.
Beim Lesen bzw.
beim Schreiben liegt der Schreib-/Lesekopf auf der Oberfläche
der Diskette auf.
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2. Der Schreibschutz
Der Schreibschutz
ist sehr hilfreich im Kampf gegen Computerfviren, die ja im
Regelfall durch Diskettenaustausch verbreitet werden. Natürlich
schütz der Schreibschutz vor ungewolltem Überschreiben
wichtiger Daten.
Bie 5 ¼"
Disketten ist der Schreibschutz eine rechteckige Einkerbung
am Rande der Diskette. Üerklebt man diese Kerbe mit einem
in der Diskettenpackung mitgelieferten kleinen Aufkleber (im
Normalfall tut es auch ein Tesafilm-Streifen), können auf
dieser Diskette keine Daten mehr abgelegt oder verändert
werden. Ein ähnlicher Mechanismus existiert bei Audio-Cassetten.
Über einen Berührungssensor tastet das Laufwerk diesen
Schreibschutz ab und erkennt so, ob Informationen auf die Diskette
geschrieben werden dürfen.
Bei 3 ½"
Disketten ist der Schreibschutz durch einen einrastenden Schieber
realisiert am hinteren Ende der Diskette realisiert.
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3. 5 ¼"
Diskette
Die Ummantelung
dieser Diskette mißt 13,4 x 13,4 cm.
In der Mitte der
Scheibe befindet sich ein Loch, um die Kunstoffscheibe zu zentrieren
und fest an den Antriebsmechanismus des Laufwerks zu pressen.
Ein kleines Loch rechts davon dient der Identifizierung des
Indexloches. Es dient dem Laufwerk zur Identifizierung der Position
der Diskette, genauer, an welcher Stelle nach einer Formatierung
die Spuren der Diskette beginnen. Zur Erkennung wird das Indexloch
an der entsprechenden Position im Laufwerk über einen Fotosensor
abgetastet. (Es gibt auch Disketten mit mehreren Indexlöchern,
die aber im PC-Bereich mit dem Betriebssystem DOS nicht verwendet
werden. Bei diesen Disketten wird die logische Unterteilung
hardwaremäßig durchgeführt.)
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Man findet auf
der Diskette weiterhin eine ovale Schreib-/Leseöffnung.
In diesem Bereich greift der Schreib-/Lesekopf des Laufwerks
auf die Oberfläche zu.
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Bezeichnung |
Bedeutung |
Kapazität |
Spuren |
Sektoren |
Dichte |
ss/sd |
Single
Sided/Single
Density |
180
KByte |
40 |
9 |
48
tpi |
ds/dd |
Double
Sided/Double
Density |
360
KByte |
40 |
9 |
48
tpi |
ds/hd |
Double
Sided/High
Density |
1,2
MByte |
80 |
15 |
96
tpi |
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4. 3 ½"
Disketten
3 1/2"-Disketten
stecken in einer nicht-flexiblen Kunstoffhülle. Die kann
zwar auch brechen, jedoch ist dazu ein gehöriger äußerer
Druck vonnöten. Ein sicherer Schutz der Daten ist daher
von vornherein gewährleistet.
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Der Bereich, auf
den der Schreib-/Lesekopf zugreift, ist immer durch einen Metallschieber
geschützt, solange die Diskette nicht im Laufwerk liegt.
Erst innerhalb der FDD wird der Schieber automatisch zur Seite
gedrückt.
Die Diskette ist
kleiner und damit handlicher als eine 5 1/4"-Floppy. Weil
natürlich auch das entsprechende Laufwerk kleiner und vor
allem leichter ist, ist sie für den Einsatz in portablen
Geräten (Laptops, Notebooks) geradezu prädestiniert.
Zwar gibt es auch
bei 3 1/2"-Disketten zwei Versionen mit unterschiedlicher
Speicherkapazität, man erkennt den Unterschied jedoch sofort.
Durch ein Sensorloch im rechten unteren Bereich der Diskette,
das bei der DD-Version gänzlich fehlt.
Auf einer 3 1/2"-Diskette
können wesentlich mehr Daten gespeichert werden als auf
einer 5 1/4"-Diskette. Durch eine Materialverbesserung
des Kunstoffträgers können die Daten enger nebeneinander
abgelegt werden.
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Bezeichnung |
Bedeutung |
Kapazität |
Spuren |
Sektoren |
Dichte |
ds/dd |
Double
Sided/Double
Density |
720
KByte |
80 |
9 |
135
tpi |
ds/hd |
Double
Sided/High
Density |
1,44
MByte |
80 |
18 |
135
tpi |
ds/ed |
Double
Sided/Extra
High
Density |
2,88
MByte |
80 |
36 |
135
tpi |
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Funktionsweise
Logische
Einteilung von Disketten
Diskettenlaufwerke
werden elektronisch und mechanisch über die entsprechenden
Bauteile angesprochen und gesteuert - beim Schreiben, Lagern
und Lesen der Daten tritt aber das Betriebssystem in Aktion,
und das Betriebssystem braucht eine Einteilung des Datenträgers
in ganz bestimmte Bereiche, um mit dem Medium Diskette überhaupt
erst etwas anfangen zu können.
Durchgeführt
wird diese Einteilung durch den Vorgang des Formatierens. Aus
diesem Grund wird eine Diskette in zwei Kenngrößen
eingeteilt: in Spuren (engl. Tracks) und Sektoren (Sectors).
Die Anzahl der
Daten, die innerhalb eines Sektors abgelegt werden können,
ist ziemlich willkürlich - bei DOS liegt diese Größe
bei 512 Bytes. Andere Betriebssysteme verwalten andere Mengen.
Die Spuren entsprechen den der Rillen einer Schallplatte - abgesehen
davon, daß die Schallplattenrille linear und nicht konzentrisch
ist. Hier werden die Informationen magnetisiert abgelegt.
Die Kapazität
einer Diskette ergibt sich aus der
Anzahl der Seiten
x Spuren pro Seite x Sektoren pro Spur x Bytes pro Sektor.
Für eine 3
1/2"-HD-Diskette hieße das: 2 x 80 x 18 x 512 = 1.474.560
Bytes
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Auf der Diskette
steht dieser
http://www.litde.com/beispiele-der-texthermeneutik/
http://www.litde.com/fiktion-und-realitt/